Heute

Falls es dir heute noch niemand gesagt hat: du bist schön. Hab einen sonnigen Tag 🌞

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Warum schreibe ich?

Gedanken sind wie tausend Affen, sagt man. Zumindest in meinem Kopf springen die Gedanken tatsächlich hin und her und schnattern unermüdlich. Wie tausend Affen.

Schreiben hilft mir, Gedanken zu sortieren. Tun mir diese Gedanken etwas Gutes oder ziehen sie mich herunter? Helfen sie mir weiter oder behindern sie mich?

Schreiben soll helfen, sich weiter zu entwickeln, womöglich Teil einer Therapie bei Depressionen sein. Die Gefahr besteht, dass ich hauptsächlich die „miesen“ Gedanken aufschreibe. Egal was darüber gesagt wird: schreibe ich diese auf, verfestigen sie sich. Dagegen kann ein Dankes-Tagebuch helfen. Eine schöne Idee, jeden Abend aufzuschreiben, wofür ich dankbar bin und welche schönen Erlebnisse, Eindrücke, Dinge und Begebenheiten am Tage passiert sind. Helfend, wenn ich beim Schreiben ein echtes Dankbarkeitsgefühl empfinde.

Trotzdem will ich nicht nur positives aufschreiben. Es gibt schließlich in jedem Leben und in jedem Kopf beide Seiten. Und vermutlich mehr als zwei. Es soll ja Zwischentöne zwischen Weiß und Schwarz geben. Auch diese möchte ich erfassen.

Und einen neuen Zugang zu meiner Sprache finden. Ist wirklich alles großartig und wundervoll was schön ist? Wie kann ich genauer beschreiben, was mich wirklich daran berührt? Und ist mies, blöd und doof nicht auch etwas ungenau? Was stört mich, was ängstigt mich, was macht mich wütend, wenn ich es als mies einstufe?

Dies alles möchte ich lernen. Schreibend lernen. Üben. Üben hilft. Nicht nur beim schreiben. Wenn ich es tatsächlich schaffe, jeden Tag einen kleinen Beitrag zu schreiben, bin ich ein großes Stück weiter.  Und ich möchte mit jedem Artikel auch ein Bild veröffentlichen. Also jeden Tag einen Artikel schreiben und jeden Tag ein Bild malen.

Dies ist mein Anfang.

Dieses Bild heißt „Thorns“ – „Dornen“. Sie sind schmerzhaft wie einige Gedanken und so schön bunt wie andere. Und es wirbelt in diesem Bild wie in meinem Kopf.IMG_7261

And if…

Sometimes it’s all you can do. And it’s okay. Sometimes positive thinking hurts. You’re allowed to accept that sometimes hold yourself together is the only possible option which leaves room for nothing else. It’s okay. You’re okay. It’s okay to talk and it’s okay to be silent. Sometimes… just cuddle in a blanket on the sofa. Perhaps you have the energy to make yourself a cup of tea. And sometimes all you can do is hold yourself together. ❤️

RudZ = roots

****English Version below the German one****
Ein Raum unter der Zeit bietet den Wurzeln der Seele einen Platz zum wachsen.
RudZ ist nicht nur eine Abkürzung für „Raum unter der Zeit“. Das Lautbild erinnert auch an das englische Wort „roots“, also „Wurzeln“. Wurzeln wachsen -meistens- unter der Erde und so wie Wurzeln unter der Erde der Pflanze Halt und Nahrung geben, damit sie wachsen kann, so wünsche ich mir einen Raum unter der Zeit, um meiner Seele Halt und Nahrung zu geben .Einfach mal abschalten, abtauchen (funktioniert zum Beispiel auch gut in der Badewanne), abwinken und statt dessen die Gedanken ziehen lassen wie Wolken am Himmel oder Wasser, das gerade überläuft.
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  A room out of time is a place for the the roots of your soul to grow.
RudZ spoken out loud in German sounds like the english word „roots“. Roots grow – mostly – beneath the Surface of the earth and like roots give plants shelter and nourishment so they can grow, I wish to have a room out of time to give my soul shelter and nourishment. Take a break, dive away (a bathtube is a good place for that) and let the thoughts flow like clouds in the sky or overflowing bathing water .
 
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Wer spricht schon gern über den Tod?

In unserer heutigen westlichen Gesellschaft wird der Tod meist ausgeklammert. Wichtig ist: jung sein, schön, aktiv und erfolgreich. Und natürlich muss die Life-Work-Balance stimmen. Dabei ist das einzige, das wir müssen, das Sterben. Okay, auf Toulette müssen wir natürlich manchmal auch.
Wenn wir tot sind, aber nicht mal mehr das. Und der Tod macht keinen Unterschied zwischen Arm und Reich, alt und jung, hässlich und schön, weiß und bunt. Er ist unausweichlich und doch schieben wir den Gedanken daran möglichst weit weg. Und wenn er kommt, sind wir überrascht, hilflos, fassungslos.
Dabei gehören Leben und Sterben zusammen wie Sonne und Mond, Herbst und Frühling. Und manchmal wird er sogar herbei gesehnt. Es gäbe ein würdevolleres Sterben, wenn wir den Tod nicht leugnen.
Ich habe keine Angst vor dem Tod, nur vor Schmerzen. Trauer kann auch schmerzvoll sein, besonders, wenn es keine Möglichkeit gab sich zu verabschieden. Eine letzte Aussprache oder noch einmal liebende Worte wagen und sagen.
Und wie teilt man mit, dass jemand gestorben ist oder wie teilt man sein Beileid mit?
Jeder Tod hat bei aller schweren Traurigkeit auch etwas Leichtes. Ein langes Leben, das erfüllt gelebt wurde, eine schwere Krankheit, die nun vorbei ist und und und. Ich habe versucht, eine Trauerkarte zu entwerfen, die beides beinhaltet.

 

Ein Raum unter der Zeit 

Was ist das, ein Raum unter der Zeit? Gibt es den überhaupt?

Was ist das, ein Raum unter der Zeit? Gibt es den überhaupt?
Virginia Woolf schrieb ein Buch darüber, dass jeder ein Zimmer für sich braucht. Und es ist wahr, es tut gut ein Zimmer für sich zu haben. Es hilft zu heilen und zu regenerieren. Oft genug gibt es jedoch keine Möglichkeit, sich ein eigenes Zimmer einzurichten. Wohnraum ist, speziell in den Ballungsgebieten, teuer und rar. Wohin also? Wenn ein eigenes Zimmer nicht realisierbar ist, gibt es dann eine andere Rückzugsmöglichkeit? Irgendeinen Raum?
Wenn alles zu viel ist, zu viel Leute, zu viel Input, zu viele Meinungen, zu viel Gewalt, zu viel Hass, zu viel Dummheit – wohin gehe ich dann?
Ein Zimmer ist ein reales Konstrukt in einer realen Welt. Es gibt aber noch so viel mehr. Die Fantasie öffnet mir einen ganzen Kosmos an Möglichkeiten. Und hier entsteht ein Raum, außerhalb der realen Welt, der unter der Zeit existiert, denn Zeit spielt hier keine Rolle. Ich tauche einfach unter durch.
Ein Raum unter der Zeit ist ein Raum, in dem Bilder entstehen können und Geschichten. Geschichten, die so in der realen Welt nicht vorkommen. Wer hat schon mal einen Pelikan einen Fluss entlang schwimmen sehen? Oder einen Delphin? Meine Geschichten für Kinder sind hier entstanden. Die beiden kleinen Eichhörnchen Fritzi und Karlchen erleben Abenteuer und Begegnungen, die so in der realen Welt nicht möglich sind.
Auch meine Bilder spiegeln meine Reisen in den Räumen unter, über und neben der Zeit. Sie geben mir die Möglichkeit abzutauchen, wegzutauchen, unterzutauchen – in einen Raum unter der Zeit.
http://www.raum-unter-der-zeit.de


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