Warum schreibe ich?

Gedanken sind wie tausend Affen, sagt man. Zumindest in meinem Kopf springen die Gedanken tatsächlich hin und her und schnattern unermüdlich. Wie tausend Affen.

Schreiben hilft mir, Gedanken zu sortieren. Tun mir diese Gedanken etwas Gutes oder ziehen sie mich herunter? Helfen sie mir weiter oder behindern sie mich?

Schreiben soll helfen, sich weiter zu entwickeln, womöglich Teil einer Therapie bei Depressionen sein. Die Gefahr besteht, dass ich hauptsächlich die „miesen“ Gedanken aufschreibe. Egal was darüber gesagt wird: schreibe ich diese auf, verfestigen sie sich. Dagegen kann ein Dankes-Tagebuch helfen. Eine schöne Idee, jeden Abend aufzuschreiben, wofür ich dankbar bin und welche schönen Erlebnisse, Eindrücke, Dinge und Begebenheiten am Tage passiert sind. Helfend, wenn ich beim Schreiben ein echtes Dankbarkeitsgefühl empfinde.

Trotzdem will ich nicht nur positives aufschreiben. Es gibt schließlich in jedem Leben und in jedem Kopf beide Seiten. Und vermutlich mehr als zwei. Es soll ja Zwischentöne zwischen Weiß und Schwarz geben. Auch diese möchte ich erfassen.

Und einen neuen Zugang zu meiner Sprache finden. Ist wirklich alles großartig und wundervoll was schön ist? Wie kann ich genauer beschreiben, was mich wirklich daran berührt? Und ist mies, blöd und doof nicht auch etwas ungenau? Was stört mich, was ängstigt mich, was macht mich wütend, wenn ich es als mies einstufe?

Dies alles möchte ich lernen. Schreibend lernen. Üben. Üben hilft. Nicht nur beim schreiben. Wenn ich es tatsächlich schaffe, jeden Tag einen kleinen Beitrag zu schreiben, bin ich ein großes Stück weiter.  Und ich möchte mit jedem Artikel auch ein Bild veröffentlichen. Also jeden Tag einen Artikel schreiben und jeden Tag ein Bild malen.

Dies ist mein Anfang.

Dieses Bild heißt „Thorns“ – „Dornen“. Sie sind schmerzhaft wie einige Gedanken und so schön bunt wie andere. Und es wirbelt in diesem Bild wie in meinem Kopf.IMG_7261

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Der Panther – eine Schreibübung

Der große Dschungel war eine Welt für sich. Undurchdringlich, unübersehbar und fantastisch schlängelten sich seine Fühler in die Prärie hinein. In sicherer Entfernung duckten sich die Gebäude einer kleinen Gemeinde unter die Fittiche der Kirche.

Es gab selten Zusammenstöße mit den Bewohnern des Dschungels. In letzter Zeit tauchte allerdings immer häufiger ein junger Panther auf. Anfangs umkreiste er das Dorf in weitem Bogen. Vorsichtig wittern, zog er die Kreise enger ohne jedoch einen Menschen zu bedrohen. Es schien, als warte er auf etwas.

Bald gewöhnten sich Mensch und Tier an seine Nähe und ließen sich in ihren alltäglichen Verrichtungen nicht mehr stören.

Eines Tages brachte die Postkutsche einen jungen Passagier mit. Der Panther schlich heran. Eine junge Frau glitt das kleine Treppchen hinunter. Eine Böe zauste das lange schwarze Haar. Die grünen Augen glitzerten.  Sie blieb einen Moment stehen, sah sich um und gewahrte den Panther. Beide sahen sich in die Augen und verharrten, bis die junge Frau langsam auf den Panther zu schritt. Er wandte sich um und trabte in Richtung des Dschungels. Die junge Frau folgte ihm geschmeidig……

RudZ = roots

****English Version below the German one****
Ein Raum unter der Zeit bietet den Wurzeln der Seele einen Platz zum wachsen.
RudZ ist nicht nur eine Abkürzung für „Raum unter der Zeit“. Das Lautbild erinnert auch an das englische Wort „roots“, also „Wurzeln“. Wurzeln wachsen -meistens- unter der Erde und so wie Wurzeln unter der Erde der Pflanze Halt und Nahrung geben, damit sie wachsen kann, so wünsche ich mir einen Raum unter der Zeit, um meiner Seele Halt und Nahrung zu geben .Einfach mal abschalten, abtauchen (funktioniert zum Beispiel auch gut in der Badewanne), abwinken und statt dessen die Gedanken ziehen lassen wie Wolken am Himmel oder Wasser, das gerade überläuft.
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  A room out of time is a place for the the roots of your soul to grow.
RudZ spoken out loud in German sounds like the english word „roots“. Roots grow – mostly – beneath the Surface of the earth and like roots give plants shelter and nourishment so they can grow, I wish to have a room out of time to give my soul shelter and nourishment. Take a break, dive away (a bathtube is a good place for that) and let the thoughts flow like clouds in the sky or overflowing bathing water .
 
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Ein Raum unter der Zeit 

Was ist das, ein Raum unter der Zeit? Gibt es den überhaupt?

Was ist das, ein Raum unter der Zeit? Gibt es den überhaupt?
Virginia Woolf schrieb ein Buch darüber, dass jeder ein Zimmer für sich braucht. Und es ist wahr, es tut gut ein Zimmer für sich zu haben. Es hilft zu heilen und zu regenerieren. Oft genug gibt es jedoch keine Möglichkeit, sich ein eigenes Zimmer einzurichten. Wohnraum ist, speziell in den Ballungsgebieten, teuer und rar. Wohin also? Wenn ein eigenes Zimmer nicht realisierbar ist, gibt es dann eine andere Rückzugsmöglichkeit? Irgendeinen Raum?
Wenn alles zu viel ist, zu viel Leute, zu viel Input, zu viele Meinungen, zu viel Gewalt, zu viel Hass, zu viel Dummheit – wohin gehe ich dann?
Ein Zimmer ist ein reales Konstrukt in einer realen Welt. Es gibt aber noch so viel mehr. Die Fantasie öffnet mir einen ganzen Kosmos an Möglichkeiten. Und hier entsteht ein Raum, außerhalb der realen Welt, der unter der Zeit existiert, denn Zeit spielt hier keine Rolle. Ich tauche einfach unter durch.
Ein Raum unter der Zeit ist ein Raum, in dem Bilder entstehen können und Geschichten. Geschichten, die so in der realen Welt nicht vorkommen. Wer hat schon mal einen Pelikan einen Fluss entlang schwimmen sehen? Oder einen Delphin? Meine Geschichten für Kinder sind hier entstanden. Die beiden kleinen Eichhörnchen Fritzi und Karlchen erleben Abenteuer und Begegnungen, die so in der realen Welt nicht möglich sind.
Auch meine Bilder spiegeln meine Reisen in den Räumen unter, über und neben der Zeit. Sie geben mir die Möglichkeit abzutauchen, wegzutauchen, unterzutauchen – in einen Raum unter der Zeit.
http://www.raum-unter-der-zeit.de


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